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05Mrz

Fluoreszierende Liquid Art Fotos mit UV-Blitz

In Aktuelles, Tutorials by Daniel Nimmervoll / 5. MĂ€rz 2015 / No Comments

Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit mit Hilfe von einem speziellen UV-Blitz ganz besondere Bilder zu machen. Normalerweise kommt solch ein UV-Blitz bei der Polizei, fĂŒr die Dokumentation der Kriminalistik, aber auch in der BeweisfĂŒhrung z.B. bei Ausweisdokumenten, zum Einsatz. Ein weiteres Einsatzgebiet fĂŒr solch einen Blitz findet man in der MaterialprĂŒfung. Ich habe jetzt ein neues Einsatzgebiet fĂŒr diesen speziellen Blitz „entdeckt“. Und zwar in der Wassertropfen Highspeed Fotografie 🙂 Verwendet man dafĂŒr spezielle fluoreszierende Farben, beginnen die Wasserskulpturen zu leuchten. Fantastische Bilder mit krĂ€ftigen Farben sind die Ergebnisse.

 

In diesem Blog Eintrag möchte ich euch nun kurz zeigen was dafĂŒr benötigt wird, und welche Ergebnisse damit zu erwarten sind.

Bei allen Bildern hatte ich lediglich einen einzigen Blitz zur VerfĂŒgung. Diesen einen Blitz hatte ich einfach links mit einem Abstand von etwa 30-40 cm zur Wasserskulptur aufgestellt. Dabei kam kein Lichtformer zum Einsatz. Eine Acrylglasplatte, wie ich sie sonst normalerweise immer fĂŒr ein schönes weiches Licht dazwischen stelle, kann hier nĂ€mlich gar nicht verwendet werden. Ich hatte es kurz versucht, jedoch kommt durch den Lichtformer selbst bei der maximalen Blitzleistung kaum mehr Licht bei den Wassertropfen an. Zu meiner Verwunderung braucht man das hier aber auch gar nicht. Denn selbst wenn man ohne Lichtformer arbeitet, hat man ein sehr schönes gleichmĂ€ssiges Licht ohne Spitzlichter, wie es eigentlich bei normalen Blitzen der Fall ist.

Fluoreszierender Wassertropfen
UV-Blitz

 

Der UV-Blitz kann von der Firma Helling aus Deutschland bezogen werden. Diesen Blitz findest Du hier: CLICK

Um das maximale Licht aus diesem einen Blitz raus zu holen, hatte ich auf der gegenĂŒberliegenden Seite noch einen silbernen Reflektor aufgestellt.

Die Kamera stellte ich dabei auf 1/125 Sek. Belichtungszeit bei Blende 11 und ISO 800-1000 ein. Hier hatte ich einen Kompromiss finden mĂŒssen zwischen genĂŒgend SchĂ€rfentiefe und geringem Bildrauschen. Bei meiner Kamera (Canon 5D Mark II) hĂ€lt sich das Rauschen bei ISO 800 noch in Grenzen. Daher habe ich selbst mit nur diesem einen Blitz qualitativ anschauliche Ergebnisse bekommen.
Objektiv kam das Sigma 150 mm 2.8 Makro zum Einsatz.

Setup
Fluoreszierende Farben habe ich hier bestellt: CLICK
Weiteres möchte ich Dich auch auf meine Einkaufsliste fĂŒr diese Fotografie hinweisen wo Du noch weitere wichtige Sachen findest: CLICK

Hier noch ein paar weitere Bildergebnisse:

UV-Blitz fluoreszierend

UV-Blitz fluoreszierend

UV-Blitz fluoreszierend

 

Dieses Bild hab ich in Photoshop invertiert. Dazu gibt es auch ein Video auf YouTube:

UV-Blitz fluoreszierend

 

UV-Blitz fluoreszierend

 

03Okt

Anleitung: TropfflĂŒssigkeit fĂŒr Liquid Art Bilder

In Tutorials by Daniel Nimmervoll / 3. Oktober 2014 / No Comments

In dem Blog Eintrag, möchte ich euch kurz erklĂ€ren wie ich meine TropfflĂŒssigkeit fĂŒr die Wassertropfen Fotografie vorbereite. Die TropfflĂŒssigkeit ist mitunter extrem wichtig und entscheidet ĂŒber Erfolg oder Misserfolg bei der Tropfen Fotografie. Daher sollte man diese FlĂŒssigkeit sorgfĂ€lltig herstellen und darauf achten, dass die ViskositĂ€t genau stimmt. In meinem Buch „Highspeed Fotografie“ habe ich dies ja schon genau beschrieben. Nun möchte ich meine Vorgehensweise auch hier in meinem Blog veröffentlichen.

Als TropfflĂŒssigkeit wird jene FlĂŒssigkeit bezeichnet, mit der man von oben auf eine WasseroberflĂ€che tropft. Es handelt sich also nicht um die FlĂŒssigkeit, die sich im Wasserbecken befindet. Dort verwende ich normalerweise reines Leitungswasser. Die TropfflĂŒssigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren, um die Tropfenformen zu beeinflussen. Von ihr ist es abhĂ€ngig, welche Formen sich bilden.

Mein 1. TaT mit reinem Leitungswasser
Mein 1. TaT mit reinem Leitungswasser

NatĂŒrlich kannst Du auch mit normalem Leitungswasser tropfen. Und ich empfehle Dir, auch das auszuprobieren. Wenn Du aber grĂ¶ĂŸere und komplexere bzw. ruhige Formen mit wenigen Spritzern erzeugen willst, solltest Du auf ZusĂ€tze zurĂŒckgegriffen wie z.b. dem Guarkernmehl.
Nach vielem Ausprobieren von verschiedensten ZusĂ€tzen bin ich letztendlich beim Guarkernmehl geblieben. Mittlerweile arbeite ich fast ausschließlich mit diesem Zusatz. Guarkernmehl hat den Vorteil, dass die ViskositĂ€t sehr gut zu dosieren ist und durch spĂ€teres Zugeben von Wasser auch schnell verdĂŒnnt werden kann. Und dadurch die ViskositĂ€t verringert wird.
Ich bereite die TropfflĂŒssigkeit mit dem Guarkernmehl meistens schon am Abend des Vortages fĂŒr das Fotoshooting vor. Dabei gebe ich in etwa einen gestrichenen bis leicht gehĂ€uften Teelöffel in ein Schnapsglas in welches ich circa 2 – 4 cl Spiritus rein gebe. Das wird dann erst Mal gut umgerĂŒhrt. Daneben stelle ich mir ein GefĂ€ĂŸ mit 2 Liter warmen Leitungswasser. Das vorbereitete Schnapsglas mit dem Guarkernmehl wird dann unter krĂ€ftigem rĂŒhren in einem Schuss in das Wasser gelehrt. Das Wasser/Guarkernmehl Gemisch rĂŒhre ich dann die ersten paar Minuten kurz um. RĂŒhrt man nicht um, steigt das noch nicht gelöste Pulver auf, und bildet einen Teppich der sich danach nicht mehr ins Wasser löst. Nach etwa 10-15 Minuten bildet sich dann kein Teppich mehr und das Gemisch kann bis zum nĂ€chsten Morgen so stehen gelassen werden.

Wasser-Guarkernmehl
Wasser-Guarkernmehl

Kurz vor dem Shooting filtriere ich die TropfflĂŒssigkeit, damit sie schön klar wird. Zum Filtrieren stelle ich den Filtereinsatz einer alten Kaffeemaschine auf ein geeignetes KunststoffgefĂ€ĂŸ. Dahinein lege ich ein StĂŒck KĂŒchenpapier. Damit habe ich die besten Ergebnisse erzielt. Mit einem normalen Kaffeefilter oder auch einen feinen Goldfilter wird die TropfflĂŒssigkeit leider nicht ganz klar. In der FlĂŒssigkeit verbleiben sehr feine Körner, die danach in den Schirmen der Tropfenfotos zu erkennen sind und unschön aussehen. Wichtig ist, dass das GefĂ€ĂŸ vor dem Filtrieren nicht umgerĂŒhrt wird. Dadurch wĂŒrden sich ansonsten feine Partikel, die sich ĂŒber Nacht abgelagert haben, aufgerĂŒhrt werden wodurch sich der Filter sehr schnell verlegt.
Nach dem Filtrieren sollte die TropfflĂŒssigkeit sollte so wenig wie möglich umgerĂŒhrt werden (wenn man z.b. noch Farbe zugibt), da ansonsten die langen MolekĂŒhlketten zerreißen und sich dadurch die ViskositĂ€t verringert.

ZusĂ€tzlich zu diesem Blog Eintrag, habe ich auch ein Video auf YouTube ĂŒber dieses Thema hochgeladen:

FĂŒr zwei Liter TropfflĂŒssigkeit muss ich das KĂŒchenpapier etwa 3 bis 4 mal wechseln. Es kommt dabei vor allem darauf an, wie viel Guarkernmehl ich in den Spiritus gegeben habe. War es ein Tick zu viel, verdĂŒnne ich die Lösung mit etwas Wasser, um die BrĂŒhe besser filtrieren zu können. Das Gemisch darf jedenfalls nicht zu Viskos sein. Die ViskositĂ€t sollte ein klein wenig höher sein wie Milch.
Nach dem Filtrieren sollte die Wasser-Guarkernmehl-Mischung klar sein. Bei mir wird diese in etwa so klar wie normales Leitungswasser. Die frisch hergestellte TropfflĂŒssigkeit kannst Du bis zum Verbrauchen in den KĂŒhlschrank stellen. Darin hĂ€lt die Mischung etwa zwei Tage. Danach beginnt die BrĂŒhe unangenehm zu riechen. Am besten funktioniert die vorbereitete TropfflĂŒssigkeit solange sie möglichst frisch ist. Denn die ViskositĂ€t Ă€ndert sich bereits nach wenigen Stunden, und nach bereits einem Tag sind lang gezogene Schirmchen fast nicht mehr möglich.

Beim Filtrieren
Beim Filtrieren

Unmittelbar vor dem Shooting fĂ€rbe ich die FlĂŒssigkeit mit Lebensmittelfarbe ein. Dazu nehme ich ein kleines KunststoffgefĂ€ĂŸ. In dieses gebe ich ca. 5 cl heißes Wasser. Dahinein streue ich ein bisschen Lebensmittelfarbe. Bei hellen Farben (Gelb, GrĂŒn) kannst Du etwas mehr nehmen, bei den dunklen (Blau, Rot) besser nur ganz wenig. Die Blitze können sonst von hinten nicht mehr durch das dunkel eingefĂ€rbte Wasser leuchten. Dadurch wird der Fuß der SĂ€ule sehr dunkel. Die Lebensmittelfarbe löse ich durch UmrĂŒhren mit einem Löffel gut auf. Danach stelle ich wieder den Filtereinsatz der Kaffeemaschine auf ein geeignetes KunststoffgefĂ€ĂŸ und lege diesen mit einem StĂŒck KĂŒchenpapier aus.

Lebensmittelfarbe und Kreppapier
Lebensmittelfarbe und Kreppapier

Als Erstes filtriere ich die Lebensmittelfarbe, danach leere ich die vorbereitete Wasser-Guarkernmehl-Mischung in den Filtereinsatz, um diese erneut zu filtrieren. Du kannst anschließend auch noch ein paar Tropfen Milch hinzu geben. Das gibt spĂ€ter bei den Wasserskulpturen schöne Strukturen. Jetzt ist die TropfflĂŒssigkeit fertig und das Shooting kann beginnen 🙂 Als weitere Gelbildner, nichts anderes sind im Grunde diese Verdickungsmittel, können auch noch Xanthan, Alginat oder Glycerin und bestimmt auch noch weitere verwendet werden. Das Alginat löst sich sehr gut in Wasser auf, sodass es danach sehr klar wird. Mangels Erfahrung kann ich dazu noch nicht viel schreiben. Ich denke jedoch, dass ich dieses Alginat in Zukunft auch einmal probieren werde.

Welche Erfahrungen hast Du mit verschiedenen ZusÀtzen bisher gemacht? Welches Verdickungsmittel verwendst Du am hÀufigsten?

28Aug

Erfahrungsbericht: CrazyTrickler fĂŒr Liquid Art Bilder

In Aktuelles, Tutorials by Daniel Nimmervoll / 28. August 2014 / No Comments

Seit Heute ist im Blog von Robert Kneschke mein Testbericht ĂŒber den gĂŒnstigen CrazyTrickler zu lesen.

Mein Fazit im direkten Vergleich zum GlimpseCatcher und zum StopShot von Cognisys:

Der CrazyTrickler ist das preiswerteste der drei GerĂ€te. Er hat 3 AusgĂ€nge fĂŒr die Magnetventile. Der große Vorteil gegenĂŒber dem StopShot ist, dass man hier keinen Ausgang durch die Kamera oder einen Blitz belegen muss. Der CrazyTrickler hat fĂŒr Kamera und Blitze jeweils eigene AusgĂ€nge. Dadurch kann man immer bis zu 3 Ventile ansteuern. Zudem kann der CrazyTrickler ĂŒbersichtlich am Laptop bedient werden, was beim StopShot ebenfalls nicht möglich ist.

Der Vergleich mit dem GlimpseCatcher sieht folgendermaßen aus: Der GlimpseCatcher wird ebenfalls ĂŒbersichtlich am Laptop gesteuert und kann im Grunde alles, was man sich als Highspeed-Fotograf wĂŒnschen darf. Die Software vom CrazyTrickler hat mir an manchen Stellen besser gefallen. Eine Änderung der Zeiten wĂ€hrend eines Loops, oder dass man schnell durch einen Doppelklick einen Tropfen vom jeweiligen Ventil fallen lassen kann ohne das die Kamera ausgelöst wird, ist mit dem GlimpseCatcher derzeit nicht möglich. Der große Vorteil vom GlimpseCatcher sind natĂŒrlich seine 12 AusgĂ€nge. Wenn jetzt jemand mit mehr als 3 Ventilen arbeiten möchte, so muss er etwas mehr Geld ausgeben und zum GlimpseCatcher greifen. Wenn jedoch 3 Ventile ausreichend sind, und damit kann man wirklich viele tolle Sachen anstellen, dann kann bedenkenlos zum gĂŒnstigeren CrazyTrickler gegriffen werden.

Wenn jemand Ballistik Fotografie betreiben will, dann empfehle ich nach wie vor den StopShot bzw. den StopShot Studio mit den X-Cross-Beam Sensoren.

Der ausfĂŒhrlichen Erfahrungsbericht ist hier zu finden: >>>> CLICK <<<<

Liquid Art - CrazyTrickler

Liquid Art - CrazyTrickler

Liquid Art - CrazyTrickler

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