Mein Erfahrungsbericht zum Eizo SX2461W - Datenblatt

 

Zu meiner Person: Ich bin ein ambitionierter Hobbyfotograf der auch sonst viel am Computer arbeitet und hin und wieder auch auf LAN-Partys fährt um zu zocken.

Bisher hatte ich einen 22" Wide Screen Monitor (LG 227WT). Dieser ist ein guter Monitor bis auf den schlechten Blickwinkel den übrigens alle Monitore mit TN+Film Panels haben. Deshalb sind solche Monitore eher für Spieler geeignet da diese sehr schnell sind. Weniger bis gar nicht geeignet sind solche aber für Fotografen. Weil durch den schlechten Blickwinkel keine 100%ige Farbtreue vorhanden ist. Auch haben solche Monitore durch die 8-Bit-LUT keine 100%ig fliessenden Farbübergänge (banding).
Deshalb war für mich von vorn herrein klar das ich mich für einen Monitor mit einem anderen Panel entscheide. Zu erst dachte ich an einen Color Monitor von Eizo. Also den CE240W. Dieser kann jedoch "nur" den sRGB Farbraum darstellen und ist somit nicht für Fotobearbeitung im AdobeRGB geeignet. Ausserdem hat der CE240W kein Digital Uniformity Equalizer. Da mir der CG241W zu teuer war fiel meine Entscheidung schliesslich auf den SX2461W. Der im Prinzip bis auf die Hardwarekalibrierung Baugleich mit dem CG241W ist.

Bestellt habe ich den Eizo SX2461W bei VDS-Online. Dieser Onlineshop hat einen Liefervertrag mit Eizo Europe. Und so wurde der Monitor direkt von dort geliefert.


Die Verpackung
Hier gibt es die Übliche von Eizo. Ein üppig dimensionierter Karton mit Styroporecken. In den unteren Ecken stecken die Kabel, oben zwischen den Ecken steckt die Schachtel mit Handbuch und CDs. Der TFT selbst ist in eine Schaumstoffolie eingepackt und das Panel wird durch eine Kartonplatte geschützt. Beim herausheben zerreißt man aber unweigerlich die Folie da der Standfuß keine Transportsicherung hat und somit beim Anheben komplett ausfährt.

 

Der Lieferumfang
An Kabeln werden ein Netzkabel, ein USB-Kabel, ein DVI-D und ein DVI auf VGA Kabel mitgeliefert. Diese sind alle in schwarz gehalten wodurch sie am schwarzen Gehäuse kaum auffallen. In der Schachtel mit dem Zubehör befindet sich eine Kurzanleitung, Garantieinformation, und zwei CDs. Auf diesen befindet sich das Handbuch, der Treiber, die Steuerungssoftware Screenmanger Pro 2.5.0 und die Software UniColor Pro um den Modus zur Farbenblindheitssimulation zu aktivieren. Außerdem befindet sich noch Zoner PshotoStudio 9 in der Schachtel was ich aber nicht ausprobiert habe.

 

Der erste Eindruck
Wow! Er ist groß und und sehr wuchtig. Der Monitor selber ist insgesamt 9cm dick! Dagegen wirkt mein alter LG hauchdünn :-)
Schnörkellos, unaufdringlich und funktionell – so lässt sich das Design des 24 Zöllers beschreiben. Einen Design Wettbewerb würde er damit bestimmt nicht gewinnen. Da sah mein LG 227WT um einiges stylischer aus. Der Eizo ist halt ein richtiges Arbeitsgerät. Das Bild wirkt sehr fein.
Beim Suchen nach Pixelfehler mittels einfarbiger Flächen schmerzte es doch in den Augen. Konnte zum Glück keinen einzigen Pixelfehler finden. Der Hinweis auf dem Karton die Beleuchtung anzupassen ist also mehr als gerechtfertigt. Das Gehäuse wirkt auf den ersten Blick wertig, allerdings muss man sich an die Tasten erst gewöhnen.

In der höchsten Stellung von vorne
In der höchsten Stellung von hinten
In der niedrigsten Stellung

 

In der höchsten Stellung.
In der niedrigsten Stellung

Alle Einstellmöglichkeiten sind leichtgängig und gehen gut von der Hand. Im Landschafts- und Portraitmodus sind keine Anschlagpunkte vorhanden, Eizo stattet den Fuß lediglich mit einer Begrenzung gegen Überdrehung aus. Der Monitor muss somit per Hand waagerecht ausgerichtet werden.
Das einzige was mich hier etwas stört ist das der Monitor in der niedrigsten Stellung (liegend) immer noch knapp 10cm vom Boden entfernt ist. Ich hätte ihn gerne ein klein wenig niedriger gehabt.

 

Das Äußere
Hier gibt es Eizo üblich wenig besonderes. Das Gehäuse ist schlicht gehalten und gleichmäßig mattschwarz. Der Kunststoff ist von hoher Qualität und hat eine raue Oberfläche. Der Rahmen ist 22mm (seitlich) bzw. 20mm (oben und unten) breit. Das Eizologo ist unten rechts aufgedruckt. Die Typbezeichnung ist hingegen oben rechts nur aufgeklebt. Hab ich jedoch entfernt. Das Gehäuse an sich ist sauber verarbeitet und hat keinerlei Spalten. Ein knarzen beim Anfassen ist nicht zu vernehmen. Lediglich bei festem Zupacken kann man einige Laute vernehmen die bei dieser Größe wohl nicht ausbleiben können. Auf der Rückseite sind auch viele Lüftungsschlitze vorhanden die möglicherweise Gewitterfliegen den Weg ins Innere ermöglichen.
Der Säulenstandfuß entspricht dem des S2431W der von Prad getestet wurde. Allerdings liegt hier die Kunststoffverkleidung sauber auf und lässt sich auch nicht bewegen. Der Fuß bietet eine stufenlose Höhenverstellung und eine Kippfunktion. Außerdem kann das Display unabhängig vom Fuß nach rechts und links geschwenkt werden und in die Pivotstellung gedreht werden. Hier gibt es allerdings keinen Anschlag, was zur Folge hat, dass das Display nach dem Drehen richtig ausgerichtet werden muss. Die Bedienung ist durchwegs recht stramm. Auf der Rückseite ist eine Kabelführung integriert die Problemlos zwei Signalkabel, Netzkabel und USB-Kabel aufnimmt. Auch hier sollte man alle Kabel auf der linken Seite des Fußes vorbeiführen wenn man die Pivotfunktion nutzen will. Ersetzt werden kann der Fuß durch jede Halterung mit VESA-Aufnahme.
Der SX2461W arbeitet geräuschlos, lediglich wenn man das Ohr an die Gehäuserückseite anlegt und ganz genau gelauscht wird, ist ein minimales Betriebsgeräusch zu hören. Bei voller Erhöhung oder Verringerung der Helligkeitswerte wird das Betriebsgeräusch etwas leiser. Bei ca. 50% Helligkeit kann man es am besten warnehmen.
Wenn man jedoch ganz normal vor dem Monitor sitzt kann man keine Geräusche vernehmen. Das Rauschen der Festplatten meines PC's in einem halben Meter Entfernung ist lauter. In dieser Hinsicht bin ich sehr empfindlich. Hier kann ich aber mit gutem Gewissen sagen, dass man ihn nicht hört. Obwohl mein PC durch eine Wasserkühlung auch fast unhörbar leise ist.

 

Stromverbrauch

Ohne USB-Kabel
Gemessen mit Conrad Energy Check 3000
Ausgeschaltet
0,0 Watt
Stand-by Mode
0,6 Watt
Betrieb 0% Helligkeit
31 Watt
Betrieb 120 cd/m²
46 Watt
Betrieb 100% Helligkeit
74 Watt

Mir ist aufgefallen das der Monitor beim Einschalten für eine Weile mehr braucht bis er die Betriebstemperatur erreicht hat. Doch dazu unten später mehr.

 

Die Bedienung
Die Einstellungen können wie bei jedem neueren Eizo per USB und am Monitor selbst vorgenommen werden.
Am Monitor sind dazu 10 leicht versenkte Kunststofftasten vorhanden. Diese haben einen ordentlichen Druckpunkt und lassen sich gut erfühlen. Dies ist durch die graue Bedruckung auch erforderlich. Die Tasten selbst sind aus einem etwas dunklerem Kunststoff und glatt. Ohne ausreichende Beleuchtung im Zimmer ist die Beschriftung nicht zu erkennen. Nach kurzer Zeit hat man allerdings die wichtigsten Tastenpositionen gelernt und kann diese ertasten. Im einzelnen handelt es sich hierbei um folgende Tasten (von rechts nach links):

-Netztaster
-Navigationstasten in alle vier Richtungen
-Bestätigen-Taste: Öffnet das OSD sowie Untergruppen und bestätigt eine Eingabe.
-A-Taste: Startet nach zweimaligem Drücken die automatische Anpassung bei analoger Signaleinspeisung.
-M-Taste: Schaltet zwischen den einzelnen Bildmodi um.
-S-Taste: Schaltet zwischen den beiden Signaleingängen um. Funktioniert auch im Standby. Liegt ein Signal am anderen Eingang an schaltet der Monitor sich beim Drücken ein.
-Schloss-Taste: Hält man diese 2s gedrückt leuchtet die Power-LED kurz orange und alle Tasten mit Ausnahme des Netztasters sind deaktiviert.
Entsperrt werden die Tasten auf gleiche Weise.
-Rechts vom Netztaster befindet sich die Power-LED die im Betrieb blau und im Standby orange leuchtet. Ist der Monitor mittels des Netztasters abgeschaltet leuchtet diese garnicht. Im OSD kann die LED komplett deaktiviert werden. Links neben den Bedienelementen befindet sich noch das Fenster des Helligkeitssensors.
Mit dem Screenmanger Pro können folgende Aktionen vom Computer aus durchgeführt werden:
-Automatische Wahl eines Profils in Abhängigkeit von aktiven Programmen. Aktiviert auch den WindowMovie Mode.
-Anpassung der Farbparameter
-Automatische und manuelle Anpassung bei analogem Anschluss
-Belegen der Monitortasten mit Hotkeys
-Timergesteuertes Ein- und Ausschalten
-Soundeinstellungen (hier inaktiv)

 

Das OSD
Hier gibt es wenig Besonderes zu entdecken. Insgesamt wird es sehr kompakt und schlicht gehalten. Nach einiger Zeit hat man die Bedienung verinnerlicht und kann die Einstellungen schnell anpassen.
Die Einstellungen selbst sind recht umfangreich:
-Bildparameter: manuelle Einstellungen bei analogem Anschluss
-Farbe: Hier lassen sich Farbparameter wie Helligkeit, Farbtemperatur, Gamma, Sättigung, Farbton, Gain-Einstellung (Anpassung der drei RGB-Werte) und 6 Farben (Anpassen der Farbwerte über Rot, Yellow (der einzige Übersetzungsfehler), Grün, Cyan, Blau, Magenta) für jeden Bildmodi getrennt einstellen.
-PowerManger: Je nach Signalquelle kann das unterstützte Powermanagement deaktiviert werden.
-Andere Funktion: Bildgröße (Wahl der Interpolation), Signalpriorität (einer der Eingänge oder manuell), Abschaltfunktion (Abschalten nach einer bestimmten Zeit), Signalton (Abschalten des Tastentons), Menü Einstellung (Größe, Position, Zeit, Transparenz, Ausrichtung), BrightRegulator (Aktiviert den Umgebungslichtsensor), Netzkontroll-LED (Abschalten der LED)
-Information: Zeigt Auflösung, Horizontal- und Vertikalfrequenz sowie Seriennummer und Nutzungsdauer.
-Sprache
Außerdem werden Änderungen des Signaleingangs in grüner (digital) bzw. blauer (analog) Schrift groß oben rechts angezeigt. Eine Änderung des Modus wird in grün unten links angezeigt.

 

Bildqualität
Da der SX2461W laut Datenblatt auf ein S-PVA-Panel setzt verwundert die gute Blickwinkelstabilität kaum. Allerdings kann man hier bei richtigem Blickwinkel einen sehr schwachen Kristall-Effekt beobachten der mich allerdings nicht stört. Beim Kontrast gibt es meinerseits nichts auszusetzen. Einen dynamischen Kontrast vermisse ich nicht.
Die Hintergrundbeleuchtung ist wie anfangs erwähnt sehr hell. Mit dem DTP94 habe ich sie auf rund 120cd/m² heruntergeregelt was deutlich angenehmer ist. Im Menü steht die Beleuchtung nun auf 34%.
Bei 0% Helligkeit messe ich mit dem DTP94 50 cd/m². Bei 100% sinds 278 cd/m².
Den Helligkeitssensor habe ich deaktiviert. Die Helligkeitsverteilung ist sehr gleichmäßig. Einstrahlungen der Röhren am Rand sind nicht zu vernehmen.
Bedingt durch die kleine Pixelgröße bei der maximalen Auflösung von 1920x1200 ist das Bild sehr fein gezeichnet. Wie dies bei 27" aussehen würde kann ich nicht sagen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die einzelnen Abstufungen doch bei normalem Abstand minimal zu erkennen sind was bei 24" nicht der Fall ist.
Die Farbwiedergabe wird über eine interne 12-Bit-Look-Up-Table (LUT) gesteuert. Das ermöglicht eine genauere Abstufung von Farbinformationen als bei sonst üblichen 8-Bit-LUTs. Die "normalen" Monitore die mit 8-Bit-LUT arbeiten schaffen daher 256 Farbabstufungen was wiederum 16,7 Millionen darstellbare Farben ergibt.
Bei 12-Bit-LUT schafft der Monitor 4096 Farbabstufungen was wiederum 68,7 Milliarden darstellbare Farben ergibt. Dadurch wird das banding von Farbübergängen verhindert.

Von vorne abfotografiert
Von oben abfotografiert
Von unten abfotografiert

 

Von seitlich links abfotografiert
Von seitlich rechts abfotografiert

Bei den maximalen Betrachtungswinkeln punktet der Eizo SX2461W durch sein S-PVA Panel. Zwar verblassen die Farben bei extremer seitlicher Sicht etwas, da der Kontrast abnimmt, der eigentliche Farbton bleibt aber erkennbar. Das war auch der hauptsächliche Grund für einen neuen Monitor da hier alle billig TFT's mit TN+Film Panel nicht mithalten können.

 

Kalibrierung und Ausmessung

Werkseinstellung
Ziel
Erreicht
Weißpunkt / Kelvin
6500
5914
Helligkeit / cd/m²
120
278
Schwarzpunkt / cd/m²
0
0,3
Gamma / Durchschnitt
2,2
2,26


Die maximale Helligkeit beträgt 278 cd/m² und hat somit genug Reserven. Der Gamma von 2,26 ist schon ab Werk sehr gut eingestellt.
Jedoch ist der Monitor ohne Kalibrierung sehr farbstichig. Ein dE94 von über 10 bei grün, blau und magenta ist nicht akzeptabel. Durchschnittlich lag der SX2461W bei 5,2 dE94.
Der ausführliche Report kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Nach der Profilierung (ICC Profil im Farbmanagement) und der Helligkeitsanpassung von 120 cd/m² (35%) passen die Werte schon bedeutend besser.

Hier sieht man das der Monitor eine sehr gute Profilgenauigkeit aufweist. Lediglich die grau Töne haben bis zu 5,3 dE94 Abweichung. Diese werden dann durch die Kalibrierung eliminiert.
Der ausführliche Report kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

Nach Kalibrierung
Ziel
Erreicht
Weißpunkt / Kelvin
6500
6542
Helligkeit / cd/m²
120
120
Schwarzpunkt / cd/m²
0
0,14
Kontrast / x:1
850
857
Gamma / Durchschnitt
2,2
2,17


Nach dem Kalibrieren mittels DTP94 sieht das ganze perfekt aus. Keine Farbstiche und eine durchschnittliche Abweichung von 0,2 dE94.
Einstellungen am Monitor: Helligkeit 34%, rot = 89%, grün = 100%, blau = 98%. Alles andere auf Werkseinstellung.
Der ausführliche Report kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Zur Kalibrierung steht mir das DTP94 zur Verfügung. Regelt man die RGB-Werte nach den Vorgaben der Software erhält man ein sehr gutes Ergebnis. Die Daten auf Seite der Grafikkarte müssen nur unbedeutend angepasst werden. Auch auf Seite des Monitors müssen die Werte nur wenig angepasst werden.


Da die Einstellungen für jeden Eingang und Modus getrennt gespeichert werden, ist es kein Problem den Monitor auf zwei Computer richtig einzurichten.

Gemessene Ausleuchtung bei der Helligkeitsverteilung von 130 cd/m² in der Mitte.

Die Messungen machen einen recht ordentlichen Eindruck. Hier dürfte der Digital Uniformity Equalizer das von Eizo entwickelt wurde für die sehr guten Werte des Monitors verantwortlich sein..
Mit einer maximalen Helligkeitsabweichung rechts oben von etwa 8% ist das in der 24" Liga sehr gut!
Im durchschnitt liegt die Helligkeitsabweichung sogar bei nur 1,5% !

Die Farbtemperatur weicht maximal 2% von den 6500 Kelvin ab was ebenfalls sehr gut ist.

 

Hier habe ich ermittelt, wie gut der Eizo SX2461W verschiedene Farbräume abdeckt. Wichtig für Otto-Normalverbraucher ist die sRGB-Abdeckung, AdobeRGB ist hingegen für Grafiker von Interesse. Zur Vergrösserung bitte auf die jeweilige Grafik klicken.

sRGB: 97% Abdeckung
AdobeRGB: 96% Abdeckung

 

Das UGRA-Zertifikat besteht der Eizo SX2461W und ist somit für die Professionelle Bildbearbeitung geeignet.
Der ausführliche UGRA DACT Report kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

Weiter oben habe ich geschrieben das der Monitor kurz nach dem einschalten mehr Strom braucht. Ich vermute mal das dies an dem Digital Uniformity Equalizer liegt. Das heißt der Monitor regelt sich nach dem Einschalten die Helligkeit automatisch hoch.
Mein vorheriger Monitor (LG 227WT) brauchte etwa 90 min bis er Farbverbindlich war. Erst nach 120 min veränderte sich am Bild nichts mehr.
Und genau hier liegt der nächste, wie ich finde, grosse Vorteil beim Eizo SX2461W. Dieser Monitor hat bereits nach 5min sehr geringe Abweichungen.

Einschaltzeit
Stromverbrauch
Helligkeit
Gamma
Durchschnitt dE94
Ausführlicher Report
0 min
78 Watt
       
1 min
62 Watt
       
3 min
58 Watt
       
5 min
56 Watt
129 cd/m²
2,28
0,9
10 min
52 Watt
127 cd/m²
2,25
0,7
20 min
49 Watt
123 cd/m²
2,21
0,5
30 min
48 Watt
122 cd/m²
2,18
0,4

Der Eizo SX2461W ist kurz nach dem Einschalten mit 129 cd/m² sogar ein klein wenig heller. Die durchschnittliche Farbabweichung beträgt bereits nach nur 5min 0,9 dE94 was wirklich sehr gut ist.
Zum Vergleich: Mein LG 227WT hat nach 20min 104 cd/m², Gamma 1,74 und eine durchschnittliche Farbabweichung von 2,5 dE94, wobei der maximale bei 7,6 dE94 liegt was doch schon enorm hoch ist.

 

Interpolation
Der Interpolationsalgorithmus scheint gut zu arbeiten. Geringe Unschärfen sind aber nicht zu vermeiden. Das optimale Bild wird nur bei Auflösungen ohne Interpolation erreicht.
Wenn der PC für Spiele bei der Full HD Auflösung zu langsam ist kann man die Auflösung herunterdrehen. Hierzu ist es ratsam im Menü bei der Bildgrösse von Vollbild auf Normal zu stellen. Dadurch muss das Bild auch bei niedrigeren Auflösungen nicht interpoliert werden. Sondern es ist dann um das Bild herum ein schwarzer Rahmen.

 

Reaktionsverhalten
Ich habe mehrere schnelle Ego-Shooter Spiele getestet und konnte keine Verzögerungen feststellen. Für den Gelegenheitsspieler sollte es keine Einschränkungen geben. Hardcore-Spieler werden warscheinlich mit der Reaktionszeit des PVA-Panels nicht zurecht kommen. In diesem Fall ist vermutlich ein günstigeres TN-Panel empfehlenswert.

Der Input-Lag liegt bei 31ms.
Links der LG227WT und rechts der SX2461W.
Gemessen mit dem LG227WT der laut Prad Test 0 ms Input-Lag hat.

Der Input-Lag ist zwar messbar, beim Spielen von CoD4 bzw. Crysis konnte ich jedoch beim besten Willen keine Verzögerung feststellen.

 

Video
Auch im Videobetrieb kann er SX2461 überzeugen. Das Bild ist sehr gut und zeigt die volle Qualität des Ausgangsmaterial. HD-Trailer bringen dann das wahre Können zum Vorschein. Durch die Full-HD-Auflösung und HDCP dürfte auch in Zukunft Heimkino im kleinen Kreis einige Freude bereiten.
Im Vollbildmodus sollte man noch anmerken, dass die allgegenwärtigen schwarzen Balken kaum wahrgenommen werden da sie doch sehr schwarz sind.

 

Fazit
Der Preis ist extrem hoch, doch in meinen Augen lohnt er sich. Qualtät hat seinen Preis, insbesondere die gute Farbdarstellung und die homogene Ausleuchtung ist für einen Fotografen essenziell. Der Monitor ist ein echtes Arbeitstier!
Die Videofähigkeiten beschränken seinen Einsatzbereich nicht auf einen reinen Arbeitsplatz.
24" sind für meine Bedürfnisse mehr als ausreichend. Für ein noch größeres Panel habe ich schlichtweg keinen Platz. Die feine Auflösung lässt das Bild auch sehr scharf wirken.
Die schwarze Gehäusefarbe finde ich besser als das helle grau, da durch einen schwarzen Rahmen der Kontrast subjektiv höher wahrgenommen wird.
In Bezug auf Bildqualität und Ergonomie kann sich der Eizo SX2461W sehen lassen. Das einzige was mich etwas stört ist das der Monitor in der niedrigsten Stellung (liegend) immer noch knapp 10cm vom Boden entfernt ist. Ich hätte ihn gerne ein klein wenig niedriger gehabt.
Das S-PVA Panel mit erweitertem Farbraum liefert ein tolles Bild in allen Bereichen. Die bestandene UGRA-Zertifizierung bestätigt die Eignung für farbverbindliche Grafikarbeiten. Ein Colorimeter zur Kalibrierung ist dabei aber schon pflicht und würde ich jedem der sich in dieser Preisklasse einen Monitor kauft dringend empfehlen! Anonsten ist dieser Monitor nicht Farbecht!
Ein weiteres Pro für den SX2461W ist die 12-Bit-LUT und 6-Achsen-Farbkontrolle. Was für 68,7 Milliarden Farben sorgt.
Weiters hat der Monitor den Vorteil das die optimale Helligkeit und Farbtreue bereits nach wenigen Minuten erreicht. Wo andere Monitore 2 Stunden brauchen hat der Eizo bereits nach 5-10min absolute Farbtreue und die perfekte Helligkeit erreicht.
Gewiss hat bei der Kaufentscheidung ein bisschen das Streben nach hoher Markenqualität mitgespielt. In diesem Fall wurden die Erwartungen aber erfüllt. Die Qualität ist in allen Bereichen mehr als gut.
Ich würde ihn wieder kaufen.

 

Top